Brause – der kleine Bruder der Limonade oder doch mehr?

Als Brause bezeichnet man ein kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk. Es ähnelt sehr stark der bekannten Limonade. So wird Brause ebenfalls auf Wasserbasis hergestellt, mit Kohlensäure versetzt und mit Zucker oder Süßstoff gesüßt. Einen Unterschied zu Limonaden (sowie Fruchtsaftgetränken und Fruchtschorlen) gibt es allerdings: Brausen enthalten neben den bereits erwähnten Inhaltsstoffen auch künstliche bzw. naturidentische Aroma- und Farbstoffe. In anderen Worten: Brausen bestehen nicht nur aus natürlichen Stoffen, sondern enthalten auch künstliche Stoffe.

Die übliche Getränkebezeichnung „Brause“ wird mit Angaben wie „mit Waldmeister-Geschmack“ oder „mit Waldmeister-Aroma“ ergänzt. Vor allem in Ostdeutschland (aber auch anderen Regionen) wird der Begriff Brause als Synonym für Limonade verwendet.

Warum Fassbrause eigentlich keine Brause ist

Vor allem in der Gastronomie wird der Begriff „Fass“ in Verbindung mit Bier bzw. Brauereien verwendet. In diesem Zusammenhang wird „Brause“ als allgemeines Synonym für ein mit Kohlensäure versetztes Getränk verwendet. Da die meisten Fassbrausen von bzw. in Brauereien hergestellt werden, könnte man vermuten, dass es sich dabei um Bier bzw. ein alkoholhaltiges Getränk handelt.
Tatsächlich besteht die herkömmliche Fassbrause allerdings aus Wasser, Zucker, Malz-Extrakt und verschiedenen Aromastoffen. Somit ist Fassbrause KEIN Bier. Im eigentlichen Sinne wird Fassbrause direkt aus dem Fass gezapft. Das Zapfen vom Fass trifft man heute allerdings nur noch selten an.
Der Begriff Brause kann dabei ziemlich verwirrend sein, denn die sogenannte Fassbrause ist per Definition eigentlich eine Limonade (wegen des hohen Zuckergehaltes von mindestens 7 Prozent). In vielen Fällen ist Fassbrause allerdings nicht mehr nur Limonade, sondern eine Mischung aus alkoholfreiem Bier und Limonade und somit ein Biermischgetränk.
Neben dem Getränk der Brause gibt es außerdem noch das beliebte Brausepulver, das es in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen zu kaufen gibt.

Brausepulver und die Entstehungsgeschichte

Neben dem Erfrischungsgetränk gibt es auch noch das Brausepulver, dass ebenfalls „Brause“ genannt wird. Man bekommt es in Tütchen oder in gepressten Würfeln. Erst schmeckt es säuerlich und dann süß. Es gibt viele Sorten Brausepulver. Durchgesetzt haben sich im Handel allerdings die folgenden fünf Hauptsorten: Waldmeister, Zitrone, Orange, Himbeere und Cola.
Die Geburtsstunde des Brausepulvers war 1925 in Stuttgart. Dort erfand bzw. entdeckte der Kaufmann Theodor Beltle den Limonadengrundstoff. Die Brause war geboren. In Sekundenschnelle konnte das „Brausepulver“ zusammen mit Wasser in ein leckeres Erfrischungsgetränk verwandelt werden. Später entstehen daraus Trinktabletten in den Geschmacksrichtungen Zitrone und Orange, bevor das Brausepulver dann deutschlandweit seinen Siegeszug bis in die heutige Zeit beginnt.
Chemisch gesehen besteht Brause aus einem Natron-Weinsäure-Gemisch und Aromastoffen. Das Sprudeln ergibt sich, weil das Natron mit der Säure reagiert.

Die Texte werden von Mitarbeitern der Firma Sanpuro verfasst und verwaltet.

Glas mit Cola

Cola

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